Golfo di Orosei und Gennargentu
Der Nationalpark schützt Traumbuchten, Süßwasserquellen und Grotten
Im Parco Nazionale del Gennargentu stehen Flächen und Gebiete unter Schutz, die von der Küste des Golf von Orosei bis zum Supramonte und das Gennargentu-Massiv reichen.

Die Bedeutung für den Naturschutz gründet sich vor allem darauf, dass der Park eine geologische und ökologische Komplexlandschaft ist. Zudem sind viele der hier noch vorkommenden mediterranen Lebensräume in einem naturnahen Zustand.

Im Park leben die unterschiedlichste Arten: Hier blühen Pfingstrosen, Orchideen, Lilien, Alpenveilchen, Krokusse und der in Europa einzigartige „Ribes Sardorum“. Zudem stehen auf dem Supramonte die ältesten Steineichen Europas, einige haben einen Umfang von 15 Meter und sind doppelt so hoch.

Aber auch Goldadler, Mäusebussarde, Turmfalken, Mufflons, Wildschweine und eine schwarzfarbige Eidechsenart, die es nur auf Sardinien und an der kalifornischen Küste gibt, kann man mit etwas Glück sehen.  
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Nur wenige Kilometer von Oliena entfernt , sprudelt eine einzigartige Süßwasserquelle. Die Su Gologone-Quelle ist per Auto und über einen kurzen Spazierweg erreichbar.
 
Die Karstquelle mit großem Ausstoß trägt im Schnitt 300 Liter die Sekunde und fließt aus einem Granitfelsen. Das Quellwasser bildet einen Teich, der in den Fluss Cedrino mündet. Im Sommer hat er aber leider kaum Wasser.
Bevor man auf den Parkplatz der Süßwasserquelle kommt, führt rechts ein Weg zu drei in dem Tal Lanaittu liegenden Grotten: Sa Oche (die Stimme), Su Bentu (der Wind) und Corbeddu. Die erste ist mit dem Auto erreichbar. Allerdings führt eine etwa sechs Kilometer lange, nicht angenehme Sandstrecke dorthin. Der Weg geht an der breiten Valle di Lanaittu vorbei, wahrscheinlich das trockene Flussbett des Flumineddu, der heute weiter östlich durch die Ebene fließt. Das Tal ist mit einer dichten, zum Teil endemischen Vegetation bewachsen.
 
Die Grotten Sa Oche mit ihren unterirdischen Teichen und Su Bentu sind aus Karstgestein. Die zweite gehört mit ihrer 7000 Meter Länge zu den größten Italiens. Die Grotte Corbeddu verdankt ihren Namen einem Räuber, der sich mit seiner Bande in ihr versteckte. Giovanni Corbeddu lebte bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Bekannt ist sie aber vor allem, weil in ihr Spuren von Menschenleben gefunden wurden, die auf 10000 vor Christus zurück gehen, sowie Überreste eines prähistorischen Hirsches, der vor etwa 30000 Jahren gelebt hat.
Mehrere Hundert Meter erheben sich die gewaltigen Ausläufer der mesozoischen Kalksteintafel des Supramonte an der Ostküste fast senkrecht aus dem Meer.

Kleine Flüsse und Bäche haben in zahllosen Jahren tiefe, enge Felsschluchten, sogenannte Codule, in den Kalk gebohrt, die in herrlichen Sandbuchten am Meer münden und nur per Wanderung oder Boot erreicht werden können.   

Die zwischen turmhohen Felswänden südlich von Cala Gonone liegenden Traumbuchten Cala Fuili, Cala Luna, Cala Sisine, Cala Mariolu und Cala Goloritzè sind zur Saison täglich mit Ausflugsbooten zu erreichen. Dabei wird auch die berühmte Grotta del Bue Marino angelaufen. 
 
Andrea Behrmann
Vom Jachthafen in Cala Gonone verkehren zahlreiche Boote zwischen den Buchten an den zerklüfteten steilen Felswänden
Spiaggia di Palmasera
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Cala Fuili - wunderschöne, winzige Bucht bei Cala Gonone
Cala Fuili
Wunderschöne, winzige Bucht hinter dem Hausstrand von Cala Gonone
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Cala Mariolu
Kleiner, puderzuckerweißer Kieselstrand im Golf von Orosei
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Cala Goloritzè
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