Mit Womo, Wohnwagen oder Caravan durch die Insel
Mit diesen Tipps erleben Sie unvergessliche Sardinien-Ferien
Sardinien ist ein wahres Paradies für Rundreise-Urlauber: Atemberaubende Küstenstraßen, einsame Buchten und imposante Steilküsten lassen die Herzen aller Wohnmobilfreunde höher schlagen. Wenn man bis vor einigen Jahren noch den Traum vom Freistehen am Strand wahrmachen konnte, muss man heute einige Regeln beachten, damit die Reise mit dem Womo oder Camper zum einmaligen Erlebnis wird.
 
Sardinien eignet sich sowohl für Etappentouren als auch für Standortreisen. Insel-Neulinge orientieren sich bei ihrer Routenplanung am besten an den Küstenstraßen, denn diese sind zumeist gut ausgebaut und führen nur selten durch enge Ortsdurchfahrten. Generell sollte man bei der Tourenplanung sehr viel Zeit einrechnen, denn auf den kurvigen Strecken der Insel geht es nur sehr langsam voran und unterwegs gibt es fast überall Panoramaplätze mit tollen Aussichten, die entdeckt werden wollen! Wer stressfrei vorankommen möchte, sollte öfters mal rechts ranfahren - an vielen Küstenstrecken gibt es ausreichend Haltebuchten, um schnellere Fahreuge vorbeizulassen. Viele Ortsdurchfahrten sind sehr eng, deshalb sollten sie niemals in kleine Nebenstraßen einfahren und wenn möglich den Umgehungsstraßen für Lastkraftwagen folgen. Ein Tipp des Womo-Guide-Autos Peter Höh ist, im Zweifel am Straßenrand auf einen Bus oder LKW zu warten, und sich an diesen anzuhängen. Mehr Informationen zum Straßenverkehr auf Sardinien gibt es hier
 
Wer in der Nebensaison auf die Insel reist, findet selbst in beliebten Touristengebieten kaum befahrene Straßen, und wer zur Hochsaison kommt, kann in den einsamen Bergen Zentralsardiniens menschenleere Kurvenstrecken und Bergpässe entdecken. Um unnötigen Stress im Straßenverkehr zu vermeiden, sollte man zur Hochsaison im Juli und August insbesondere zu Stoßzeiten wie an Wochenenden die stark befahrenen Küstenstraßen meiden. So zum Beispiel die Küstenstrecke von Cagliari nach Villasimius wegen der fehlenden Haltebuchten und des intensiven Verkehrs sowie die gesamte Costa Smeralda, die aufgrund fehlender Haltemöglichkeiten und der fast durchgehend für Wohnmobile gesperrten Strandzufahrten, Parkplätze und engen Straßen zur Hauptreisezeit ohnehin keinen Spaß machen. 
Tipps zur Anreise und Fähre
 
Bei der Reiseplanung sollte man vor allem die für Campingwagen nicht unerheblichen Mautgebühren für das Transitland Österreich bedenken.
Außerdem ist bei der Fährbuchung Obacht geboten: Auch wenn einige Campingwagen und Camper von den Abmessungen her als Fahrzeug gelten, werden Sie in der Regel von den Fährgesellschaften als Sonder-KFZ eingestuft und müssen dementsprechend als Minibus, Camper oder Lieferwagen eingebucht werden. Weitere Infos und allgemeine Tipps zur Fähr-Anreise nach Sardinien gibt es hier.
 
 
Tipps für sorgloses Übernachten
 
Alle Campingplätze der Insel nehmen Camper, Wohnmobile und Wohnwagen auf und fast überall kann man sein Fahrzeug mit Frischwasser betanken, den Schmutzwassertank sowie die Toilette entleeren und den Müll entsorgen. Vor allem in der Hauptsaison ist es ratsam, den Campingplatz im Voraus zu reservieren - wer nur wenige Tage bleibt, kann allerdings erst am Vortag buchen, da im Sommer viele Plätze nur Buchungen über mehrere Tage annehmen. 
 
Noch vor wenigen Jahren wurde auf der Insel vorwiegend geparkt und übernachtet. Heute ist das verboten und wird zumindest zur Saison auch von der Küstenwache und dem Forstamt, der Guardia Forestale, überwacht und bestraft. Parken außerhalb von Stellplätzen (area di sosta) gilt als illegales Campen und Polizei und Forsthüter machen in den Sommermonaten regelrecht Jagd auf diejenigen, die gegen dieses Gebot verstoßen. Nur von Oktober bis Mai bleibt man trotz Verbot oft unbehelligt und an manch einsamen Küstenabschnitt bilden sich regelrechte Wagenburgen mit zahlreichen Campern. Professionell organisierte Stellplätze (area attrezzata, Camper Service, piazzola sosta) mit Strom, Wasser und Entsorgungsschächten gibt es noch nicht viele und Ort und Betreiber wechseln häufig. Sie sind recht gut ausgeschildert und liegen zumeist entlang der großen Küstenstraßen. Wer einen längeren Trip in die Berge plant, sollte deshalb vorher eine Entsorgungsstation aufsuchen.
 
 
Tipps von Reisebuchautoren für Camper
 
Ohne Wohnmobil-Guide sollte man sich nicht auf den Weg durch die Insel machen. Das umfangreichste Womo-Bordbuch ist im Reise Know How Verlag erschienen. Der Reisebuchautor Peter Höh reist selbst seit Jahrzehnten mit dem eigenen Mobil durch die Insel und hat auf über 300 Seiten wertvolle Tipps und die besten Touren zusammengestellt. Der Autor betreibt auch die beliebte Community sardinienforum.de, mit einem speziellen Unterforum für Womo- und Campingfreunde. 
 
Tipps für Sicherheit und gegen Diebstahl
 
Viele Camper fragen auch nach der Sicherheit auf Sardinien. Auch wenn die Insel als ein sehr sicheres Reiseziel gilt, kann es vor allem zur Hochsaison und in den touristischen Ballungszentren zu Diebstählen und Einbrüchen kommen.
 
Zu den Sicherheitsgrundregeln sollte natürlich gehören, keine Wertgegenstände im Fahrzeug liegen zu lassen und sein Gefährt nicht in dunklen und zwielichtigen Ecken abzustellen. Der Sardinien-Autor Peter Höh rät in seinem Wohnmobil-Tourguide Sardinien auch davon ab, den Camper oder Wohnwagen auf den Parkplätzen der großen Einkaufszentren rund um Olbia außer Sichtweite abzustellen.
 
Der Schutz des Reisemobils vor Diebstahl, eine Diebstahlsicherung am Wohnmobil und gesicherte Lagerkästen und Gepäckräume sowie angekettete Sportausrüstung und Fahrräder sollte ohnehin bei jedem Womo- und Camper selbstverständlich sein, nicht nur auf Sardinien. Eine elektronische Alarmanlage für Caravans, die mit lautem Geheul Langfinger vertreibt, ist in der Regel nicht teuer und sehr effizient.
 
Informationen zu Wohnmobil-Stellplätzen auf Sardinien
 
Auf den Seiten von CamperSardo finden Wohnmobilisten interessante Informationen zu Stellplätzen, Campingplätzen, AgriCampern oder einfachen Nachtplätzen: campersardo.de.
 
Webmagazin für italienischsprechende Wohnmobilisten: www.camperlife.it.
 
Informationen zu Stellplätzen und Campings für italienischsprechende Wohnmobilisten: www.camperonline.it.
 
 
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