Orani
Kunst und Kultur im Bergbaustädtchen
Das 2900-Seelen-Dorf Orani, knapp 25 Kilometer südwestlich von Nuoro gelegen, ist zweifellos eine Reise wert.
 
Eingebunden in die reizvolle Landschaft des 1083 Meter hohen Monte Gonare, lockt die Gemeinde im Herzen der Insel mit zahlreichen archäologischen Ausgrabungsstätten, einem Bergwerk, in dem noch heute Talk abgebaut wird, und zwei berühmten Persönlichkeiten.
 
Der prominenteste Sohn des Städtchens ist der 1988 in Long Island verstorbene Bildhauer und Maler Costantino Nivola, dem Orani 1990 ein eigenes, kleines Museum gewidmet hat. 

Nivola, Jahrgang 1911, arbeitete als Werbegrafiker, Maler, später als Töpfer und Bildhauer. 1938 heiratete er seine Studienkollegin Ruth Guggenheim. Damit seine Frau gegen Ende der 1930-er Jahre der antisemitischen Verfolgung entkommen konnte, floh er mit ihr aus Italien zunächst nach Frankreich, später nach New York. Auf dem Big Apple war Nivola als künstlerischer Leiter für die Zeitschrift „Interiors and Industrial Design“ tätig und schloss unter anderem mit Le Corbusier und Saul Steinberg Freundschaft. 1948 zog er nach East Hampton, in Long Island, wo er Jackson Pollock und Bernard Rudofsky kennen lernte.
 
Das Gesamtwerk des sardischen Künstlers ist umfangreich, was künstlerische Techniken und Materialien betrifft. Bei den Themen entwickelte Nivola hingegen eine erstaunliche Kohärenz: Nahezu alles, was er geschaffen hat, schließt an die Schönheit und Herrlichkeit der Magna Mater, der "großen Mutter", an. Seine Skulpturen, Installationen, Sand-Castings, Bilder und Wand- bzw. Fassadenpaneele, seien sie aus Marmor, Bronze, Terrakotta, Zement oder Gips, sind formal sehr reduziert und wirken vorwiegend im Empfinden des Betrachters. Der kontemplative Ausdruck der zahlreichen Mutter-Skulpturen erinnern manchmal an Engel.
 
Doch nicht nur der Künstler Costantino Nivola ist weit über die Grenzen des kleinen Bergbaustädtchens bekannt. Auch der Modedesigner Paolo Modolo stammt aus Orani
 
Der Schneider des ehemaligen Präsidenten der Republik, Francesco Cossiga, fertigt den in der Barbagia noch immer zeitgemäßen, sardischen Kordanzug heute vor allem für italienische Prominente. Neben Vittorio Sgarbi, Sergio D'Antoni, Roberto Muzzi läßt auch der Rockstar Piero Pelù bei Modolo in Maßarbeit nähen. 
 
Mehr Infromationen: Comune di Orani - Piazza Italia 7 - 08026 Orani - www.comune.orani.nu.it.
 
Museo Nivola - Via Gonare 2 - 08026 Orani - www.museonivola.it.  
2
SUCHEN
 
Andrea Behrmann
Villaggio di Tiscali: Rückzugsort auf dem Supramonte
Villaggio di Tiscali
Rückzugsort auf dem Supramonte
Supramonte: Die höchste Hochebene Sardiniens
Supramonte
Die höchste Hochebene Sardiniens
Su Gologone: Größte Karstquelle Sardiniens
Su Gologone
Die stärkste Quelle der Insel
Die Räume des Maskenmuseums in mamoiada zeigen nicht nur Karnevalsmasken aus der Barbagia
Museo delle Maschere Mediterranee
Maskenmuseum in Mamoiada
Cortes Apertas bietet stimmungsvolle Herbstfeste auf Sardinien
Autunno in Barbagia
Stimmungsvolle Herbstfeste im Herzen der Insel
Sant'Antonio Abate in Mamoiada
Auftakt des traditionellen Karnevals im Herzen der Insel
Cortes Apertas in Fonni
Herbstfest im Rahmen der Veranstaltung "Autunno in Barbagia"
Karneval in der Barbagia
Thurpos, Mamuthones, Merdules, Boes und viele mehr 
Restaurant Su Gologone in Oliena
Ristorante Su Gologone
Die Küche dieses Restaurants lebt und liebt die Berge
Leckere sardische Wurstwaren und deftiger Pecorino-Käse als Vorspeise
Monte Maccione
Sardische Bergküche am Fuße des Monte Corrasi
Locanda del Muggianeddu - beliebtes Fleischrestaurant in Tonara
Locanda del Muggianeddu
Sardische Bergküche in Tonara
Ristorante Santa Rughe in Gavoi: Tradition und Geschmack aus Leidenschaft
Ristorante Santa Rughe
Tradition und Geschmack aus Leidenschaft